Im Notwendigen Einheit, im Zweifel Freiheit, in allem die Nächstenliebe.
Die Unitas Freiburg ist Teil von etwas größerem: Dem Unitas-Verband! Er ist der älteste katholische Studenten- und Akademikerverband Deutschlands. In 38 Studentinnen- und Studentenvereinen an 29 Hochschulorten leben über 700 Studierende aller Fachrichtungen zusammen, was uns verbindet: Glaube, Wissenschaft und Freundschaft.
1. Wer wir sind
Der Unitas-Verband ist ein Zusammenschluss Wissenschaftlicher Katholischer Studentenvereine. Gegründet wurde er 1855 von Bonn und Tübingen aus; seine Wurzeln reichen bis zum Bonner Studentenverein „Ruhrania“ von 1847 zurück.
Heute gehören dazu 38 Aktivenvereine mit über 700 Studierenden, mehr als 4.000 Alte Herren und Hohe Damen in über 75 Alumnivereinen sowie 133 Ortszirkel. Die Unitas ist nicht farbentragend und der einzige katholische Studentenverband, in dem Studentinnen und Studenten in eigenen, getrennten Vereinen organisiert sind.
2. Unsere Prinzipien
Intro: Was uns verbindet, fassen wir seit über 165 Jahren in drei lateinischen Worten zusammen.
virtus – Glauben leben. Wir wollen als Christen mutig und konsequent leben: mit sozialem Engagement, Toleranz und Zivilcourage. Wir übernehmen Verantwortung für die Kirche und mit der Kirche für diese Welt.
scientia – über den Tellerrand denken. Wir ziehen nicht nur in unserem eigenen Fach Kreise. In wissenschaftlichen Sitzungen im Sinne eines Studium generale diskutieren Theologinnen mit Ingenieuren und Mediziner mit Juristinnen – so werden wir dialogfähige, weltzugewandte Christen.
amicitia – Freundschaft fürs Leben. Wir stehen füreinander ein und helfen einander selbstlos. Dieser Lebensbund verbindet Studierende mit Alten Herren und Hohen Damen über Generationen hinweg.
3. Unsere Geschichte
- 1847 – In Bonn entsteht der Studentenverein „Ruhrania“; Stifter ist der Theologe Hermann Ludger Potthoff.
- 1855 – Gründung des Unitas-Verbands von Bonn und Tübingen aus.
- 1887 – Öffnung für Studierende aller Fakultäten, nicht nur der Theologie.
- 1895 – Mit der Unitas Rheno-Danubia entsteht der erste Unitas-Verein in Freiburg.
- 1923 / 1928 – Verzicht auf Farben; Austritt aus der „Deutschen Studentenschaft“ aus Protest gegen rechtsradikale Tendenzen.
- 1938 – Himmler verbietet die Unitas als „staatsfeindlich“. Unitarier arbeiten im Untergrund weiter, etwa mit der Schrift „Antimythus“ gegen die NS-Ideologie.
- 1947 – Neugründung auf der 70. Generalversammlung; bis 1951 wachsen die Vereine von 13 auf 44.
- 1990er – Aufnahme eigener Damenvereine.
- 2005 – Zum 150. Jubiläum entsteht die Stiftung „Unitas 150 PLUS“.
4. Bekannte Unitarier
- Robert Schuman (1886–1963) – Mitglied der Unitas-Salia seit 1904, französischer Außenminister und Vater des Schuman-Plans von 1950, aus dem die heutige EU hervorging.
- Romano Guardini (1885–1968) – trat 1903 in Tübingen der Unitas bei; einer der prägendsten Theologen des 20. Jahrhunderts. Zitat: „Der nackte Intellekt ist schamlos, wenn er nicht mit der Verantwortung des Geistes, mit der des Herzens verbunden ist.“
- Heinrich Krone (1895–1989) – Zentrumsabgeordneter, CDU-Mitbegründer und Bundesminister; nach ihm ist das jährliche Krone-Seminar der Unitas benannt.
- Franz Hitze (1851–1921) – Sozialpolitiker und erster Professor für Christliche Gesellschaftslehre in Münster.
- Heinrich Pesch (1854–1926) – Volkswirt und Begründer des Solidarismus.
5. Der Verband zum Mitmachen
Intro: Unitas endet nicht an der Freiburger Haustür. Als Mitglied bist du in ganz Deutschland willkommen – und triffst bei Verbandsveranstaltungen Bundesschwestern und Bundesbrüder aus allen Hochschulorten.
- Generalversammlung – das jährliche Treffen aller Vereine und höchste Instanz des Verbands.
- Aktiventag – Wochenende für Studierende mit Vorträgen, Workshops, Gottesdienst und Festkommers; 2026 vom 6. bis 8. November in Karlsruhe.
- Krone-Seminar – Politik und katholische Soziallehre aus erster Hand; 2027 vom 14. bis 17. März in Brüssel zum Thema „An ever closer union“. Auch Freiburg war 2025 dabei.
- Kreuzbergwallfahrt – gemeinsame Wallfahrt zum Kloster Kreuzberg in der Rhön.
- Soziale Projekte – „Aus Mitmachern müssen Macher werden“: aktuell unterstützt der Verband das Kinderkrankenhaus St. Monica am Kilimandscharo in Tansania.
- Zeitschrift „unitas“ – erscheint seit 1872, heute viermal im Jahr.
- Stiftung Unitas 150 PLUS – fördert Seminare wie Rhetorik- und Bewerbungstrainings.
6. Und in Freiburg?
In Freiburg gibt es Unitas seit 1895. Aus sieben traditionsreichen Vereinen – von Rheno-Danubia bis Albertina – ist die heutige Unitas Freiburg hervorgegangen. Bei uns findest du Gemeinschaft, ein spannendes Semesterprogramm und günstigen Wohnraum in unserem Haus.